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Kita-Beschäftigte an der Belastungsgrenze

Arbeiten in Zeiten von Corona

Kita-Beschäftigte an der Belastungsgrenze

10.12.2020

Zum Konzept „Kindertageseinrichtungen im Pandemiebetrieb“, das am vergangenen Dienstag vom zuständigen Minister Joachim Stamp (FDP) vorgestellt wurde, erklärt Elli Wansel, Sprecherin der ver.di Fachgruppe Kita in Herne:

„Die Fachkräfte in unseren städtischen Kitas arbeiten zurzeit an der Belastungsgrenze. Sie versuchen in Absprache mit ihrem Arbeitgeber Stadt Herne alles so zu regeln, dass der Bildungsort Kita aufrechterhalten werden kann. Trotz Personalmangel decken sie die Öffnungszeiten vollständig ab und versuchen, den Alltag zu organisieren. Die Kitaleitungen regeln in Absprache mit dem zuständigen Fachbereich bei der Stadt Herne fast täglich „Notsituationen“ und halten jeden Tag aufs Neue ihren Kita-Betrieb aufrecht. Das Personal arbeitet ständig am Limit!"

Laut Wansel gab es große Hoffnungen auf eine einheitliche Regelung durch das Land NRW, um diese Situation aufzufangen und einheitlich zu regeln. „Aber: Mit dieser Wischi-Waschi Regelung des Ministers werden Träger von Kitas wieder mit ihren Entscheidungen alleine gelassen.“

Wansel weiter: „Was in dieser Pandemie fehlt sind Klarheit und durchdachte Regelungen, damit Träger, Kitapersonal, Eltern und Kinder gut durch die Pandemie kommen und nicht immer von einer Empfehlung in die nächste geschickt werden. Mit oberflächlichen Schreiben und unklaren Entscheidungen von Seiten unserer Landespolitik fühlen sich unsere Fachkräfte in den Kitas nicht ernst genommen.“

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